Einzigartige Tierwelt auf Galapagos

Für 2 Wochen verlassen wir nun unser trautes Heim und machen einen Ausflug auf die Galapagos Inseln, die wir euch in diesem Reisebericht etwas näher bringen wollen.

Als Höhepunkt seiner Reise um die Welt erreichte der Naturforscher Charles Darwin 1835 die Galapagos Inseln. Seine hier gewonnenen Erkenntnisse bildeten die Grundlage seiner zwanzig Jahre später veröffentlichten Evolutionstheorie, die das Welt- und Menschenbild revolutionierte. Wir sind also im Vorfeld schon angemessen beeindruckt und beschäftigen uns längere Zeit mit der Planung unserer Route. Letztendlich entscheiden wir uns ein paar Tage auf eigene Faust zwei Inseln zu erkunden und im Anschluss daran eine Kreuzfahrt zu machen.

Von Quito aus geht es früh am Morgen per Flieger nach Baltra, einem früheren US Militärstützpunkt, der heute als Touristenumschlagplatz für die meisten Galapagos Besucher dient. Von dort geht es dann für nochmal 90min weiter mit Bus & Boot nach Puerto Ayora auf Santa Cruz, mit 15.000 Einwohnern die am dichtesten besiedelte Insel.

Für uns geht es vom Hafen aus gleich weiter auf eine zweieinhalbstündige Bootsfahrt nach Isabela, der größten Insel des Archipels. Die See ist rau, das Boot ist sehr klein, der Skipper nicht sehr vertrauenerweckend und wir fürchten mehr als einmal um Leib und Leben. Kurz vor der Ankunft rollt dann nochmal eine 5 Meter Welle heran die er im letzten Moment sieht und gerade so meistert. Wir sind auf jeden Fall froh als wir wieder festen Boden unter den Füßen haben. Puerto Villamil, der einzige Ort auf Isabela, ist ein verschlafenes Nest mit 2000 Einwohnern und wir quartieren uns in einem netten Hostel ein.

Am nächsten Morgen mieten wir ein Fahrrad und machen uns auf Erkundungstour. Die Tierwelt von Galapagos setzt sich primär aus Vögeln und Reptilien zusammen, während Säugetiere nur mit wenigen Arten vertreten sind. Da die Inseln lange Zeit von Menschen verschont waren ist allen Tieren gemein, dass sie sehr zahm sind und praktisch keine Furcht haben. Als erstes besuchen wir die Aufzuchtstation für Riesenschildkröten. Wir haben Glück, denn es ist gerade Paarungszeit und es ist mächtig was los.

Wir radeln am Strand entlang und entdecken die ersten Wasser Leguane, rote Klippenkrabben und auch eine Riesenschildkröte kreuzt unseren Weg. Nach dem Radeln sind wir in der tropischen Hitze ziemlich geschafft und lassen den Tag mit einem kühlen Bier ausklingen. 

Für heute steht eine 5-stündige Vulkantour auf dem Programm. Mit 20 anderen Touristen und einem Führer laufen wir zum Vulkan Sierra Negra mit seinem beeindruckenden Vulkankrater von 10km Durchmesser und weiter zum Vulkan Chico. Die Insel besteht ja aus einer Kette von fünf aktiven und ineinander verschmolzenen Vulkanen deren Lavamassen zusammen geflossen sind und die ganze Inseloberfläche bedecken. Am frühen Nachmittag sind wir wieder von dieser schönen Wanderung zurück. 

Das war`s dann auch schon mit Isabela, denn das Meer ist sehr aufgewühlt und an schnorcheln ist nicht zu denken. Am nächsten Morgen geht es dann wieder den gleichen Albtraum zurück, die See ist nicht ganz so rau wie auf der Herfahrt, nur der Skipper fällt bei voller Fahrt ständig in Sekundenschlaf. Aber wir haben auch das unbeschadet überstanden und beziehen in Puerto Ayora auf Santa Cruz ein schönes Hostel. Die eineinhalb Tage, die uns noch bis zum Start unserer Kreuzfahrt verbleiben, sind gut ausgefüllt, aber zwischendurch finden wir immer noch Zeit zum Relaxen in der Hängematte. Der Mensch braucht schließlich auch mal Urlaub. Wir machen einen Spaziergang zur Charles Darwin Station und bestaunen die Riesenschildkröten und die Landechsen. Gleich um die Ecke von unserem Hostel ist ein kleiner Fischmarkt und zwischen den Marktfrauen, die den Fisch verkaufen, drängeln sich die die Seelöwen und Pelikane und warten auf Abfälle. Ein herrliches Schauspiel. Am nächsten Morgen machen wir einen Badeausflug zur Tortuga Bay mit feinsandigem weißen Sandstrand in schöner Umgebung.

Dann geht es los zu unserer 8-tägigen Kreuzfahrt. Unser Schiff, die Queen Beatriz, ist ein schöner Motorkatamaran und hat Platz für 16 Passagiere in acht sehr komfortablen Kabinen. Unser Führer Roberto spricht ausgezeichnet Englisch und die Tour wird auch durch ihn und sein unendliches Wissen über die Tierwelt und die Entstehungsgeschichte der Inseln zu einem unvergesslichen Erlebnis. Nachts wird immer Strecke gemacht und tagsüber geht es dann per Dingi zu diversen Land –oder Schnorchel Ausflügen. Die Gäste sind international und wir haben viel Spaß mit den beiden Neuseeländerinnen Beverly & Ann, den Australiern Robin & Jody und den beiden Kanadiern aus Toronto Tracy & Jim. Jede Insel hat ihre ganz eigene Charakteristik und Tierwelt und Roberto versteht es ausgezeichnet mit Witz und Charme aus allem eine spannende Geschichte zu machen. Nach dem Abendessen geht jeden Abend rund um das Schiff die Post ab. Seelöwen und 2m Haie jagen fliegende Fische, die dann auf ihrer Flucht ab und zu in voller Fahrt an die Bordwand knallen. Und zwischendrin tummeln sich noch ein paar Wasserschildkröten. Der Unterhaltungswert ist besser als jedes Kino und wir könnten stundenlang zuschauen. 

Wir lassen nun die Bilder sprechen, und wenn ihr Lust habt könnt ihr euch auch den Clip dazu in der Video Sektion anschauen. 

Und dann ist unser Urlaub auch schon zu Ende. Es war ein unvergessliches Erlebnis. Nun sind wir wieder „zu Hause“. MOMO hat unsere Abwesenheit gut verkraftet und wir fahren in den nächsten Tagen weiter in den Norden von Ecuador. Was wir dort alles so erleben erfahrt ihr dann wie immer im nächsten Blog. Bis dann. Hasta Luego. 

Und hier noch einige Schnappschüsse

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Kommentare: 7
  • #1

    Thomas & Jessie (Dienstag, 19 Mai 2015 20:56)

    Hi und guten tag von SA.
    Wie immer schone bilder und fetzige musik beim video!
    Wuenschen euch Hamba kahle bis zum naechsten mal

    T&J

  • #2

    Karin und Heiner (Dienstag, 19 Mai 2015 21:04)

    Schöööööön!
    Da habt ihr ja wirklich eine wunderbare Reise gemacht.
    Liebe Grüße aus München
    Karin und Heuiner

  • #3

    Bernhard (Dienstag, 19 Mai 2015 22:01)

    Hallo ihr beiden,
    Das sind herrliche Bilder zum Erinnern !!! Jede Insel hat doch ihren eigenen Charme und eine eigene Tierwelt. Waren die Albatrosse schon abgeflogen ?
    Eure ersten beiden Überfahrten lassen mich auch an meine Nussschale denken, zum Glück hatten wir keine 5 Meter Welle vor uns ;-))) - bei uns fiel des Nachts immer der Motor aus und musste mit viel Glück immer wieder zum Leben erweckt werden.
    Herzliche Grüße
    B ernhard

  • #4

    ulrike (Mittwoch, 20 Mai 2015 12:36)

    supertolle fotos - einfach klasse eure berichte - ich freue mich jedesmal auf einen neuen blog; so kann man ein wenig teilhaben an euren eindrücken DANKE

  • #5

    Stefan und Petra (Samstag, 23 Mai 2015 19:28)

    Toller Bericht, beeindruckende Fotos... Eine wunderbare Reise...Vielen Dank dafür. Hoffe wir sehen uns bald mal wieder. Wir sind gerade am Rande des Amazonas und lassen uns ein wenig mit dem Boot umherschippern... Anschließend geht es weiter nach Quito. Alles Gute weiterhin und ganz liebe Grüße. Stefan, Mandu und Petra

  • #6

    Margit und Manni. (Dienstag, 02 Juni 2015 14:49)

    Hi ihr zwei.
    Wie immer eindrucksvolle Fotos und tolle Berichte. Für kurze Zeit reisen wir so immer mit.
    Liebe Grüße aus der Heimat Margit

  • #7

    Jürgen (Freitag, 26 Juni 2015 13:04)



    Der dreiunddreissigste:

    Am Strande der Insel Galapagos
    da landet ein einsamer Albatros.
    Doch hat's keinen Zweck:
    Die Kumpels sind weg!
    Heut' ist ja hier wieder mal garnix los.

    PP

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