Hier findet ihr immer die fünf neuesten Reiseberichte.

Alle bisher erschienenen Reiseberichte findet ihr in den Drop Down Menüs nach Reisejahr geordnet

Labrador & Quebec – 29. Mai bis 17. Juni 2024

Nach fünf wundervollen Wochen in Neufundland überqueren wir Ende Mai den Golf von Sankt Lorenz. Von St. Barbe ist es nur eine kurze Überfahrt von eineinhalb Stunden bis nach Blanc Sablon, ganz im äußersten Norden von Quebec. Da müssen wir doch gleich mal das französische Flair ausnutzen und holen uns in einem Cafe frische Croissants. Das war´s dann auch schon mit Quebec denn nur ein paar Kilometer weiter sind wir bereits in Labrador und finden auch gleich einen Traumplatz an einem See wo wir 2 Tage bleiben. Vor uns liegt nun der Trans Labrador Highway mit ein paar kleinen Ortschaften und ansonsten viel Nichts und endlosen Wäldern. Der Highway endet nach 1700 km am St Lorenzstrom in der Provinz Quebec. Wichtig ist also in erster Linie ein voller Tank, denn die nächste Tankstelle kann schon mal mehr als 500 km weit weg sein. Auf der kompletten Strecke gibt es nur vereinzelt Handy Empfang und wir nutzen den Service der Polizei und leihen uns im Northern Light Hotel ein Satellitentelefon. Das kostet nichts und verbindet einen im Notfall direkt mit der Royal Canadian Mountain Police.

In L´Anse Amour schauen wir uns den mit 33m höchsten Leuchtturm der Atlantikprovinzen an und übernachten an einem Trailhead in Red Bay mit einem tollen Blick über die Bucht. Von dort geht es über 689 Stufen bis ganz hinauf zu mehreren schönen Aussichtspunkten. Ein zweiter Trail führt am Meer entlang zu zahllosen alten Walknochen und einem Eisberg. Red Bay ist eine Stätte des UNESCO Welterbes. Im 16. Jahrhundert haben die Basken hier Wale gejagt und auch gleich an Ort und Stelle verarbeitet und das Öl nach Europa geschafft. Zu dieser Zeit wurden Millionen Liter Lampenöl benötigt das aus dem Tran der Wale gewonnen wurde. Im Town Center ist ein 16 Meter langes Walskelett von einem Nördlichen Glattwal ausgestellt und es gibt einen informativen Film über die Walfänger in dieser Zeit. 

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Kanada - Neufundland Teil 2 - 9. Mai bis 28. Mai 2024

Nachdem wir mit St John´s bis zum östlichsten Punkt von Kanada vorgedrungen sind müssen wir nun auch alles wieder zurück. Die Schönheit und Weite dieses Landes muss man sich im wahrsten Sinne des Wortes erfahren. Der Trans Kanada Highway zieht sich zwar durchs ganze Land und ist eine schnelle Verbindung von A nach B auf der Hauptroute. Die wahren Juwelen liegen aber fern abseits des Highways und viele Stichstraßen führen in die entlegensten Winkel, die man dann auch wieder zurückfahren muss. Und überall sind Fjorde die sich dutzende Kilometer ins Landesinnere erstrecken und unzählige Seen, einer malerischer gelegen als der andere. Dazu kommen dann noch einige vorgelagerte Inseln von denen drei zu Frankreich gehören, mit Euro und allem was dazu gehört. Bei einer Rundreise in Neufundland legt man also tausende von Kilometern zurück. Aber es lohnt sich. Die Neufundländer sind sehr freundlich und hilfsbereit und wenn man sich schnell von seinem Oxford Englisch verabschiedet versteht man sogar was sie sagen. Hinzu kommt eine grandiose Landschaft. Und wenn man dann noch das Wetter so nimmt wie es kommt kann nichts mehr schiefgehen.

Wir machen uns also nun auf zum zweiten Teil unserer Neufundlandreise und verlassen St John`s. Die ersten 250 km machen wir Strecke auf dem Trans Kanada Highway, kurz TCH, und verbringen die Nacht in Charlottetown, einem kleinen Fischerdorf nicht weit von der Hauptstraße. Wir stehen mal wieder in erster Reihe direkt am Wasser und sogar die Sonne lässt sich ab und zu blicken. 

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Kanada - Neufundland - Teil 1 - 24. April bis 8.Mai 2024

Neufundland ist kein Ziel für Massentourismus und wenn, dann auch nur in den Sommermonaten von Mitte Juni bis Ende August. Das ganze Jahr über kommen gerade mal so viele Besucher hierher, wie New York an einem Wochenende in der Hauptsaison hat. Wir sind im April früh dran und unsere Angora Unterwäsche und die dicken Jacken liegen bereit. Von Sydney in Nova Scotia ist es nur eine 6-stündige komfortable Überfahrt bis nach Port-aux-Basques im Südwesten von Neufundland. Bereits um die Jahrtausendwende haben die Wikinger den Weg hierher gefunden, 500 Jahre vor den Engländern und Franzosen. Lange davor gab es noch die Ureinwohner, aber die wurden von den Kolonialmächten restlos ausgerottet. Das Verhältnis der gut 500.000 Einwohner zu den Elchen ist 5:1, mit steigender Tendenz für die Elche, die erst Anfang des vorigen Jahrhunderts hier angesiedelt wurden. Die Chancen, dass uns der eine oder andere auf unserer Tour mal über den Weg läuft, stehen also nicht schlecht.  

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Kanada - Nova Scotia 10.4. - 23.4.2024

Ende Februar holen wir unser Fahrzeug aus dem Winterlager und bereiten es auf die nächste große Tour vor. Wir haben uns entschieden nochmal Nordamerika zu bereisen. Dort hoffen wir auf endlose Weiten und Freiheit und Abenteuer. Auf unserer Panamericana Tour von 2013 bis 2018 haben wir zwar vieles schon gesehen, wollen aber diesmal mehr abseits der Haupttouristen Routen fahren. MOMO bekommt nach dem Winterschlaf ein paar notwendige Upgrades und Ende März bringen wir das Fahrzeug nach Hamburg zum Verschiffen nach Kanada. Am 10. April fliegen wir nach Halifax, dem zweitgrößten Hafen in Ost-Kanada. Halifax gehört zur Provinz Nova Scotia und der größte Teil besteht aus einer langgestreckten Halbinsel umgeben vom Wasser des Atlantiks. In der Kolonialzeit im 17. und 18. Jahrhundert haben sich hier viele Europäer angesiedelt, hauptsächlich aus Irland, Schottland, England, Frankreich und Deutschland. Heute leben 36 ethnische Bevölkerungsgruppen in der Provinz was zu interessanten Sprechweisen und besonderen Dialekten führt, wie zum Beispiel das akadische Französisch. Aber die Hauptsprache ist Englisch und so müssen wir vorerst nicht unser eingerostetes Schulfranzösisch aktivieren.

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Sansibar

In Mombasa angekommen ziehen wir für zwei Nächte in ein nettes Hotel am Strand bis wir unser Fahrzeug abgeben können. Der Abgabe Termin ist ausgerechnet an Manfreds Geburtstag, aber das ließ sich leider nicht anders machen. Der Weg vom Hotel zu United Warehouse in der Nähe vom Hafen ist nicht gerade dazu geeignet Vertrauen in das was kommt aufzubauen, soll heißen wir fahren durch eine üble Gegend mit Straßen die mehr Schlaglöcher als Teerbelag haben. Am Ziel angekommen empfangen uns Anthony und Abraham von United Warehouse und dann geht alles ganz schnell. Der Zoll schaut sich das Auto kurz an und dann müssen wir MOMO schweren Herzens seinem Schicksal überlassen. Man verspricht uns gut darauf aufzupassen und zwei Security Leute bewachen unser gutes Stück rund um die Uhr bis es aufs Schiff gefahren wird. Am frühen Nachmittag sind wir schon wieder zurück im Hotel und abends feiern wir Manfreds Geburtstag in einem noblen Fischrestaurant.

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