So

25

Dez

2016

Ein Jahr mit dem eigenen Wohnmobil durch Zentralamerika und Mexiko - Ein Fazit

Nach zweieinhalb Jahren in Südamerika reisen wir im November 2015 mit gemischten Gefühlen in Panama ein. Die meisten Länder die nun vor uns liegen kennen wir nur aus den Medien und einer sehr negativen Berichterstattung über Kriminalität, Drogen und Gewalt. 

Gerade hat auch noch El Salvador den ersten Platz bei der jährlichen Mordrate von Honduras übernommen. Alles keine sehr motivierenden Vorzeichen für unsere Reise. Aber wir lassen uns davon nicht beeindrucken. Als generelle Vorsichtsmaßnahme übernachten wir meistens auf bewachten Plätzen so dass wir beruhigt schlafen können. 

Wir erleben sehr unterschiedliche Länder wobei uns Guatemala und Mexiko sicher am stärksten in Erinnerung bleiben werden. Panama ist im Prinzip wie USA und die Skyline der Hauptstadt erinnert an Miami. Sonst gibt es außer dem Panamakanal nicht viel zu entdecken. 

In Costa Rica hat uns die einzigartige Tierwelt begeistert die es in dieser Ausprägung selten zu sehen gibt. Die Preispolitik hat unsere Euphorie allerdings etwas gedämpft und wir fühlten uns zeitweise eher als Touristenopfer denen man mit völlig überteuerten Preisen das Geld aus der Tasche ziehen kann. Aber wir hatten auch unseren Spaß beim Zip-Lining über 1600m und am Pool von einem Luxushotel in der Manuel Antonio Bucht in das uns der Besitzer freundlicherweise eingeladen hatte.

Nicagarua beeindruckt durch die Vulkane, die endlosen Strände und nicht zu vergessen die alte Kolonialstadt Granada, die uns sehr gut gefallen hat. 

Honduras durchqueren wir im Schnellgang in vier Stunden und halten uns dann einige Zeit in El Salvador auf und erforschen die Highlights. Wir treffen auch hier auf überaus freundliche Leute und haben uns zu keiner Zeit unsicher gefühlt. Überall wo mit Waren oder Geld gehandelt wird, sind immer ein, oder mehrere bewaffnete Sicherheitsleute dabei. Auch ist es am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, wenn beim vorbeifahrenden Auto ein Gewehrlauf aus dem Fenster ragt. 

In Guatemala bleiben wir längere Zeit in Antigua und frischen unsere Spanischkenntnisse auf, denn wo gibt es sonst noch Einzel Sprachunterricht für $5 die Stunde. Ausreichend mit neuen Vokabeln versorgt besuchen wir anschließend den Lago Atitlan und danach die großartigen archäologischen Stätten im Osten. 

Belize ist als einziges Land Englisch sprachig und wir verbringen hier ein paar Tage auf einer kleinen Insel zum Schnorcheln und versuchen dann bei der Fahrt übers Land mit den Mennoniten auf Deutsch zu kommunizieren. 

Im März geht es dann nach Mexiko und in Abständen von 6 Wochen besuchen uns dort unsere beiden Jungs mit ihren Freundinnen. Danach fliegen wir für 2 Wochen nach Kuba und bereisen das Land auf eigene Faust. Kuba hat sicher seinen Reiz und Havanna und Trinidad sind sehenswerte Reiseziele. Der gelebte Sozialismus ist da hingegen etwas, was man nicht wirklich braucht und zu acht eingequetscht in einem alten Chevrolet der 50er Jahre 400 km weit kutschiert zu werden ist auch nicht gerade erstrebenswert. 

Im Juli und August verbringen wir 2 Monate in Deutschland, besuchen unsere Familie und Freunde und feiern die Hochzeit unseres ältesten Sohnes. 

Wir bereisen das riesige Land Mexiko kreuz und quer und sind immer wieder aufs Neue sehr beeindruckt von der Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Mexikaner die sehr gerne laut und ausgiebig mit der ganzen Familie feiern und hinterher, „sicher unabsichtlich“, vergessen den Müll wegzuräumen.  Es gibt nur Gutes zu berichten und wer unsere zahlreichen Reiseberichte durchforstet hat, wird uns sicher verstehen.  

Für die Statistiker unter euch haben wir natürlich auch noch ein paar Fakten. Von Panama kommend bis zur Grenze nach USA sind wir 14000 km gefahren und haben dabei 3500 Liter Diesel verbraucht. Das Durchschnitts Budget pro Monat lag wieder bei 1500€ wie in Südamerika auch. Von größeren Reparaturen blieben wir verschont. MOMO läuft wie ein Uhrwerk und wir sind nach wie vor sehr zufrieden mit unserem Nomadenleben und vermissen nichts. Alle Reiseberichte findet ihr nach Ländern geordnet hier: alle Reiseberichte

Nun geht es Anfang 2017 weiter in die USA und danach nach Kanada und Alaska. Wir freuen uns, wenn ihr uns weiterhin auf unserer Reise begleitet und werden natürlich weiter berichten.

 

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Kommentare: 8
  • #1

    Marion Kabbe (Sonntag, 25 Dezember 2016 23:36)

    Wir sind bei euch und sind schon sehr gespannt auf eure nächsten Erlenbisse

  • #2

    Claudi & Volker (Montag, 26 Dezember 2016 06:39)

    Weiter so!
    Es macht sehr viel Spaß eure Reiseberiche zu lesen.

    VG aus der Pfalz

    Claudi & Volker

  • #3

    Karla Sachs (Montag, 26 Dezember 2016 08:05)

    Ich verfolge Eure Berichte mit großer Freude und wünsche Euch weiterhin eine gute Reise.
    Grüße aus der Pfalz schickt Karla

  • #4

    Elisabeth und Leo (Montag, 26 Dezember 2016 08:11)

    Hallo ihr Zwei. Wir sind sehr "gwundrig" was ihr uns weiter berichtet.
    Liebe Grüsse
    Elisabeth und Leo

  • #5

    Ralf Lill (Mittwoch, 28 Dezember 2016 06:45)

    Guten Morgen,
    ich verfolge Eure Reise von Beginn an und möchte diesen Kommentar nutzen, um vielen Dank für die objektive und lebendige Reiseberichterstattung zu sagen.
    Weiterhin gute Reise und ein spannendes und gesundes 2017.
    Grüße aus der Saarpfalz

  • #6

    Margit (Mittwoch, 28 Dezember 2016 23:50)

    Hi ihr Zwei,
    wünsche euch ein gutes, gesundes und erlebnisreiches neues 2017.
    Freue mich weiterhin auf zukünftige
    Blogs von euch.
    Liebe Grüße Margit

  • #7

    Heide und Frank (Samstag, 31 Dezember 2016 18:09)

    Hallo Ihr Lieben, "Hessisch Sibirien" macht heute wieder seinem Namen alle Ehre: Kalt, grau und eisiger Wind. Freuen uns daher mal wieder durch Eure Berichte einen "Stimmungsaufheller" zu erhalten. Wir wünschn euch weiterhin viele vergnügliche Erlebnisse und ein gutes Jahr 2017!
    Viel Grüße aus Kassel
    Heide und Frank

  • #8

    Jürgen (Mittwoch, 15 Februar 2017 10:32)


    Der achtundfünfzigste:

    Wir blieben in Zentralamerika
    im großen und ganzen ein gutes Jahr.
    Begeisterung pur
    gab's eigentlich nur
    in Mexico, denn da war's wunderbar!

    PP

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