Von Los Angeles bis Mexiko

Unser Heimaturlaub in Deutschland war sehr schön und wir bedanken uns mal wieder bei unserer Familie und allen unseren Freunden und Bekannten für die schöne Zeit und die ausgezeichneten Bewirtungen. 

Wider Erwarten verlief unsere Einreise in USA problemlos. Wir hatten Bedenken, weil unser Visum am 18.11. auslief und wir am 19.11. schon wieder reinwollten. Aber der asiatisch aussehende Zollbeamte war sehr nett und anstandslos haben wir wieder 6 Monate bekommen. Nun waren wir drin, aber leider unser Gepäck nicht. Das ist in Amsterdam liegen geblieben, wurde aber am übernächsten Tag um 5 Uhr morgens Gott sei Dank unbeschädigt und vollständig angeliefert. MOMO hat unsere Abwesenheit gut überstanden und brauchte unter einer Sekunde zum Anspringen. War sicher die Freude uns wieder zu sehen.

Nun müssen erstmal die diversen Ersatzteile, die wir von daheim mitgebracht haben, verbaut werden und dafür suchen wir uns einen netten Platz an einem See, wo wir das in aller Ruhe erledigen können. Diesmal macht uns der Jetlag ganz schön zu schaffen. Hinzu kommt, dass bereits um 16:30 Sonnenuntergang ist und es dauert gute 3 Tage bis wir wieder in der Spur sind und wir weiterfahren zum Joshua Tree Nationalpark. Leider haben wir nicht bedacht, dass ein langes Thanksgiving Wochenende bevorsteht. Am Parkeingang tummeln sich die Touristenmassen und alle Campingplätze sind natürlich voll. Also beschließen wir das lange Wochenende aus zu sitzen und fahren zur alten Westernstadt Pioneer Town in der Nähe, wo wir die Nacht auf einem staubigen Parkplatz verbringen.  

Am Morgen entfliehen wir dem Staub und fahren zum Südeingang vom Joshua Tree Park und stellen uns dort auf BLM Land, das sind freie Stellplätze die es überall im Westen der USA gibt. Hier ist es zwar nicht weniger staubig, aber dafür kommen Agnes & Harold überraschend vorbei und Karin bekommt ein nachträgliches Geburtstagsständchen. Die Beiden haben wir das erste Mal in Victoria auf Vancouver Island getroffen und wir fahren uns seitdem immer mal wieder über den Weg und machen dann gegenseitig unsere Wein und Sektvorräte nieder. War schön mit euch, bis zum nächsten Mal. Nach dem Wochenende geht es weiter in den nun fast leeren Park und Agnes & Harold machen sich auf den Weg nach Mexiko. Wir bleiben ein paar Tage auf einem Campground umgeben von Felsen, Kakteen und den Joshua Trees und machen ein paar schöne Wanderungen in der Umgebung.

In der Nähe von Palm Springs am Salton Sea liegt die Aussteiger Siedlung Slab City und die wollen wir uns anschauen. Hier haben sich über die Jahrzehnte alle übrig gebliebenen Hippies und sonstigen Existenzen niedergelassen und wohnen dort in Zelten, Autos, Wohnwagen und selbstgebauten Hütten, ohne Elektrizität, Wasser, oder sonstige Annehmlichkeiten der Zivilisation. Die Attraktion ist der Salvation Mountain (Berg der Erlösung), eine sehr eigenwillige Kreation eines Kriegsveteranen, der sich hier wohl in jahrelanger Arbeit selbst verwirklicht hat. Der Rest des riesigen Areals gleicht eher einer Müllhalde mit Wohnmöglichkeit und wir können dem nicht wirklich was abgewinnen. 

Weiter geht es Richtung Süden bis zu den Imperial Dunes, der größten Dünen Landschaft der USA. Hier ist der Tummelplatz für alle Arten von Offroad Fahrzeugen und an den Wochenenden ist die Hölle los. Wo sonst kann der Amerikaner endlich mal Vollgas geben und ungehemmt durch die Dünen rasen. Für unser 11 Tonnen Gefährt ist das leider nix und so müssen wir uns aufs Zuschauen beschränken. 

In Yuma füllen wir nochmal unsere Vorräte auf verbringen dann zwei Tage im Organ Pipe Cactus National Monument. Die vielarmigen Kakteen gibt es sonst nur noch im Nordwesten von Mexiko und jede Menge Wanderwege führen durch die wilde Landschaft. 

Das war nun für ein paar Monate unsere letzte Station in USA, denn nach sieben Meilen überqueren wir bereits die Grenze nach Mexiko in Lukeville, ein kleiner Übergang, wo alles problemlos und schnell abgewickelt wird. Und schon sind wir wieder in einer komplett anderen Welt wo wir die nächsten drei Monate den Winter verbringen wollen. Aber wie es uns dort ergeht und was wir so alles erleben erfahrt ihr dann wie immer im nächsten Blog. Bis dahin, Hasta Luego. 

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Kommentare: 4
  • #1

    Marion Kabbe (Montag, 11 Dezember 2017 07:51)

    Danke für den Bericht und eure tollen Bilder. Bin gespannt auf den nächsten Bericht. Grüßle aus der Kälte

  • #2

    Jürgen (Montag, 11 Dezember 2017 10:09)


    Der siebzigste(!):

    Nach Urlaubskomfort in old Germany
    sehnt sich in Slab City der Hippie nie!
    Am meisten wir staunten
    am Salvation Mountain.
    Beim Laufen im Müll gehste in die Knie!

    Sonderedition Karin (10.11.2017)

    'ne so lange Reise, die rächt sich,
    denn urplötzlich biste dann sechzig!
    Noch kein graues Haar?
    Das ist sonderbar!
    So alt schon? Das glaub ich jetzt echt nich!

    PP

  • #3

    Karin (Montag, 11 Dezember 2017 16:39)

    Einen wunderbaren Winter in Mexiko, viele schöne Stellplätze und allzeit gute Fahrt!

  • #4

    Margit (Mittwoch, 03 Januar 2018 20:56)

    Wieder ein wunderbarer und informativer Bericht.
    Weiterhin eine gute Reise. �
    Herzliche Grüße Margit

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