USA - Auf dem Weg nach Osten

Wir verbringen zwei wundervolle Ferienwochen in Montana am Asley Lake bei unseren kanadischen Freunden Leona & Brad. 

Die Zeit vergeht wie im Flug mit Schwimmen, Stand-up paddeln, Kajak fahren und mit Brad‘s Party Boot und wir wollen eigentlich gar nicht mehr weg. 

Aber irgendwann müssen wir dann doch weiterziehen. Die Welt ist groß und es gibt noch viel zu entdecken und Mitte Oktober ist unser Verschiffungstermin. Also machen wir uns schweren Herzens auf den Weg zum Yellowstone Nationalpark. Da waren wir zwar vor zehn Jahren schon mal mit unseren Kindern, aber der Park ist immer wieder eine Reise wert und zählt jedes Jahr über 4 Millionen Besucher. Wir bleiben 3 Tage und schauen uns die Geysire, Schlammlöcher und heißen Quellen in aller Ruhe an. Die Hauptattraktion ist der Old Faithful Geysir der seit Jahren in schöner Regelmäßigkeit alle 60-90 Minuten sein Wasser ausspuckt und die vielen Touristen begeistert, die sich bei jedem Ausbruch dort versammeln und so wie wir auch, alles in Bild und Ton festhalten. Man darf natürlich nicht darüber nachdenken, dass man hier auf einem Supervulkan spazieren geht dessen Magmakammer in 8 km Tiefe liegt. Wenn da mal der Deckel wegfliegt bleibt von Nordamerika nicht mehr viel übrig. 

Wir durchqueren Wyoming von West nach Ost und legen Kilometer um Kilometer zurück und um uns rum ist nichts, außer endlosen Getreidefeldern , Sonnenblumen und Rinderfarmen. Ab und zu kommen wir mal durch eine uniforme Kleinstadt mit den üblichen Fastfood Anbietern, bevor sich die Straße wieder endlos bis zum Horizont erstreckt. Während der stundenlangen Fahrerei sinnieren wir darüber wieviel Straßenkilometer wohl alle amerikanischen Autobahnen zusammen haben und kommen auf stolze 77.000 Kilometer. Gar nicht mal so viel wenn man bedenkt, dass USA 28 mal größer ist als Deutschland und wir dabei auf immerhin 13.000 Autobahnkilometer kommen. In Europa hat nur Spanien mehr (16.000 km) und weltweit ist China mit 130.000 km Spitzenreiter. Dabei dachten wir bisher immer die fahren dort nur Fahrrad.

Es ist Anfang August und auf dem Highway begegnen uns jede Menge Motorradfahrer denn in der Nähe liegt Sturgis wo sich jedes Jahr um diese Zeit mehr als 500.000 Biker treffen und eine Woche lang Party machen. Wir drehen mit MOMO eine Runde durch den Ort und schauen uns dieses unglaubliche Spektakel an. Bleiben wollen wir dort allerdings nicht. 

Da machen wir doch lieber einen Stopp im Badlands Nationalpark im Südwesten von South Dakota. Eine 60 km lange Loop Road führt durch den Park mit schönen Aussichtspunkten auf die bizarren Gesteinsformationen. 

Weiter führt uns der Weg in den Osten nach Wisconsin und in den hübschen Ort Madison wo wir noch einen Stopp einlegen, uns das zweitgrößte Kapitol der USA anschauen und über den großen bunten Wochenmarkt bummeln.  

Dann geht es weiter geht nach Chicago wo wir unsere Freunde Monika & Gerhard besuchen, die hier seit einem Jahr leben. Wir können bei ihnen im Gästezimmer übernachten und MOMO parkt derweil auf der Straße vor ihrem Haus, was zur Folge hat, dass wir jede Menge E-Mails wegen unserem Auto bekommen mit Einladungen zu diversen Festen und Abendessen bei wildfremden Leuten. Mit Bus und Bahn sind wir relativ schnell in der Innenstadt. Monika ist eine ausgezeichnete Fremdenführerin und begleitet uns die meiste Zeit bei unseren Besichtigungstouren. Chicago begeistert uns mit seinen vielen Parks, schönen Stränden mitten in der Stadt und nettem Flair in den verschiedenen Stadtvierteln. Nochmal vielen Dank an euch zwei für die wunderschöne Zeit. 

In Chicago lebt auch Dave, ein alter Freund aus unserer Studentenzeit in Heidelberg, den wir zuletzt vor 36 Jahren gesehen haben und der dabei war als Karin und ich uns einst kennengelernt haben. Wir verbringen einen sehr netten Abend mit ihm und seiner Familie und schwelgen in alten Erinnerungen. 

Nach drei schönen Tagen in Chicago geht es weiter, nördlich um den Lake Michigan herum bis hoch zum Superior Lake wo wir uns die Pictures Rock Küstenlandschaft anschauen, deren Steilküste und klares Wasser jede Menge Besucher anlockt. Es ist mal wieder Wochenende und mit Mühe und Not bekommen wir noch einen Platz auf einem Campground am See. 

In Sault Sainte Marie schauen wir uns noch die riesige Schleuse an, die Schiffe bis 300m Länge aufnehmen kann, bevor wir USA wohl zum letzten Mal auf dieser Reise verlassen und über die Brücke vom Lake Huron wieder nach Kanada einreisen. 

Vor uns liegt nun noch der Osten mit dem Frankokanadischen  Flair und dem Indian Summer den wir in den nächsten Wochen bereisen wollen. Was wir dabei erleben erfahrt ihr dann wie immer im nächsten Blog. 

Und hier noch einige Schnappschüsse

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Kommentare: 4
  • #1

    Marion Kabbe (Dienstag, 04 September 2018 08:06)

    Ich bin wie immer begeistert: von Eurer Erzählung, den herrlichen Bildern, Euren Freundschaften überall. Und ich bin neugierig, wie es weiter geht! Grüßle aus Baden

  • #2

    Elisabeth &Leo Knecht (Dienstag, 04 September 2018 13:03)

    Wieder erfreuen uns eure Bilder und wir dürfen erfahren was ihr so alles erlebt. Einfach herrlich. Danke viel Mals. Es ist so schön, dass wir uns vor 5 Jahren kennen gelernt haben. Liebe Grüsse von euren Schweizern.

  • #3

    Heinrich & Ulli (Dienstag, 04 September 2018 17:03)

    Liebe "Ausreiser" wir sind grosse Bewunderer eurer Reisen, Bildern und Erzählungen und sind immer sehr gespannt auf weitere Blogs.
    Alles Gute weiterhin und liebe Grüsse aus Österreich.

  • #4

    Jürgen (Dienstag, 06 November 2018 17:43)


    Der siebenundsiebzigste:

    Montana ade, jetzt kommt Wyoming,
    der yellowstone park: Ein echt starkes ding!
    And most people like
    in sturgis their bike,
    good bye USA, it was interesting!

    PP

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