Iran Teil 2 & Fazit

Ein altes persisches Sprichwort lautet, wenn Du Isfahan gesehen hast, hast Du die halbe Welt gesehen. Wir sind also mächtig gespannt was uns erwartet. Aber zuerst erwartet uns mal der Verkehr einer zwei Millionenstadt und die Herausforderung einen Stellplatz zu finden. 

Die Hostels die wir ansteuern sind für unsere Größe einfach nicht machbar ohne, dass wir die Balkonbrüstungen demoliert, oder die Stromzufuhr des Viertels gekappt hätten. So bleibt uns zentrumsnah eigentlich nur das Abbasi Hotel mit großem Parkplatz. Dort können wir bequem parken, müssen aber ein Zimmer nehmen. So genießen wir dann ganz unerwartet den bezahlbaren Luxus einer orientalischen 4 Sterne Herberge mit einem wunderschönen Garten im Innenhof. Hierhin kommt auch Manfreds Schwester Elke, denn die nächsten zwei Wochen reisen wir zu dritt.

Isfahan ist eine sehr alte Siedlung dessen Ursprünge bis in die Achämidenzeit (6. bis 4. Jahrhundert vor Christus) zurückreichen. 1598 wurde die Hauptstadt von Qazvin hierher verlegt und innerhalb von nur drei Jahrzehnten wurde eine prachtvolle Residenzstadt errichtet. Mit seinen Moscheen und den zahlreichen Palästen, Gartenanlagen und Brücken erlangte Isfahan im 17. Jahrhundert den Ruf als eine der schönsten Städte der Welt. Bis heute hat keine Stadt im Mittleren Osten ihre Schönheit so bewahren können wie sie.

Am Morgen machen wir uns auf den Weg um die Stadt zu erkunden. Ein guter Ausgangspunkt ist der große Platz Maydam-e Imam, nach dem Tian‘anmen in Peking, der zweitgrößte der Welt. Die Ausmaße sind mit 524m * 160m wirklich beeindruckend. 

Rund um den Platz gruppieren sich viele Geschäfte und am Nordende schließt sich der Bazar an. Wir schlendern gemütlich herum und lassen die besondere Atmosphäre auf uns wirken. Egal wo wir hinkommen, überall werden wir mit einem freundlichen Lächeln und „Welcome to Iran“ begrüßt. Dabei haben wir immer wieder sehr nette Begegnungen wie den Trachtenmaler aus Isfahan, der wunderschöne filigrane Schmuckkästchen aus Kamelknochen herstellt und in den bayrischen Farben blau/weiß verziert. Stolz zeigt er uns einen Artikel über ihn aus der Nürnberger Zeitung. Oder Amir, dessen Familie seit vielen Generationen mit Naturfarben bedruckte Tischdecken herstellt. Er erklärt uns den Fertigungsprozess wobei die Muster mit einem Stempel aufgetragen und dabei mehrmals übereinandergesetzt werden. Eine wahrhafte Meisterarbeit, die sicher jahrlanges Training erfordert. Aber nicht nur „Die Ausreiser“ waren hier, an der Wand hängen viele Bilder von „anderen“ prominenten Besuchern wie Altkanzler Gerhard Schröder, Siegmar Gabriel, oder Alexis Tsipras. Und dann natürlich noch die vielen Teppichhändler die einen in fließendem Deutsch ansprechen und auf einen Tee einladen möchten. Im Gegensatz zu den nordafrikanischen Ländern ist das aber alles völlig unaufdringlich und meistens einfach nur nett. Völlig verblüfft sind sie dann, wenn meine Schwester in fließendem Farsi antwortet. 

In der Mitte des Platzes steht der Ali Qapu Palast von dessen Terrasse man einen wunderbaren Blick auf die gegenüberliegende Kuppel der Lotfollah Moschee und auf die Masdjed-e Imam Moschee am Südende hat. Für die Sehenswürdigkeiten müssen wir, im Vergleich zu den sonstigen Lebenshaltungskosten im Iran, ein ziemlich hohes Eintrittsgeld bezahlen, das sich Anfang Oktober für Touristen auch noch mehr als verdoppelt hat. Da ist es gar nicht so schlecht, dass Elke mit ihrem persischen Personalausweis nur ein Zehntel bezahlen muss und ab und zu auch umsonst reinkommt.  

Am Abend schauen wir uns den großen Platz nochmal mit Beleuchtung an. Danach sind wir ziemlich gesättigt angesichts der vielen Eindrücke und nehmen noch einen Absacker Tee in unserem schönen Hotelgarten. 

Am nächsten Morgen ziehen wir, frisch gestärkt von einem umfangreichen Frühstücksbuffet im Hotel, wieder los und fahren mit dem Taxi auf die andere Flussseite ins armenische Viertel. Dort besuchen wir die Vank Kathedrale. Die Kirche ist heute ein Museum und die Kuppel ist vollständig ausgemalt mit Szenen aus dem Neuen Testament und der Kirchengeschichte der Armenier.  Nach einem Abstecher zur Pol-e Khadjou, der schönsten der Isfahaner Brücken, geht es weiter zur Freitagsmoschee. Der Eingang liegt ganz versteckt inmitten des Bazars und am Rande eines der ältesten Stadtviertel Isfahans. Mit der gewaltigen Südkuppel zählt sie zu den größten und interessantesten Moscheeanlagen Irans. Am Abend gehen wir in einem alten Badehaus in stilvollem Ambiente mit iranischer Live Musik, essen. Nachdem die deutsche Fahne auf den Tisch gestellt und somit das externe Territorium markiert ist, dürfen meine beiden Damen auch ihre Kopftücher ablegen und ganz entspannt das Abendessen genießen. 

Nach dem auschecken aus dem Hotel machen wir noch einen Spaziergang zum Palast Chehel Sotun, dem Palast der vierzig Säulen. Normalerweise spiegeln sich die 20 hölzernen Säulen des Vorbaus im langgezogenen Wasserbecken auf der Mittelachse und vermitteln so den Eindruck vom 40 Säulen. Leider sind diese aber zurzeit mit Gerüsten eingerahmt und der Effekt ist nicht wirklich sichtbar. Im Hauptsaal sind noch schöne Wandmalereien zu sehen, unter anderem mit Szenen von einer Schlacht gegen die Usbeken.  

Um die Mittagszeit kämpfen wir uns durch das Verkehrsgewühl und verlassen die Stadt. Nach dem Trubel ist uns nun mehr nach Einsamkeit und die hoffen wir in den Dünen von Varzaneh zu finden. Auf dem Weg dorthin machen wir einen Stopp in Ghurtan. Dort ist eine alte Zitadelle und Festungsanlage aus Lehmziegeln, ähnlich der in Bam. Hier haben vor 45 Jahren noch mehr als 25 Familien gewohnt und zwei Männer, die hier aufgewachsen sind und noch in den Häusern gewohnt haben, führen uns durch die Anlage und erzählen uns ihre Geschichte die uns Elke simultan übersetzt. Die Ghurtanische Zitadelle wurde auf einer Fläche von fünf Hektar aus Schlamm erbaut und umfasst 14 Wachtürme, zwei Tore an der Nord- und Südseite der Zitadelle und viele historische Denkmäler wie drei Moscheen, zwei Burgen und einen Basar. Leider sind heute die meisten Gebäude verfallen und die meisten Menschen sind weggezogen.

Ein paar Kilometer hinter Varzaneh ist ein großes Dünengebiet und dort stellen wir uns hin für die Nacht. Leider ist die Lokation aber offensichtlich die Party Meile der Iraner in der Umgebung und bis weit nach Mitternacht werden wir von allen Seiten mit lauter Musik beschallt. Hinzu kommt eine eisige Kälte. Die Vorstellung draußen am Lagerfeuer zu sitzen und den klaren Sternenhimmel in absoluter Ruhe zu genießen mussten wir also aufgeben.  Das hatten wir uns irgendwie anders vorgestellt. 

In der Sehnsucht nach einer ruhigen Nacht starten wir einige Kilometer weiter einen neuen Versuch bei einer alten Karawanserei. In den Innenhof passen wir zwar nicht rein aber davor kann man auch gut die Nacht verbringen. Hier ist nur der Schafhirte unterwegs und sonst weit und breit nichts was unsere wohlverdiente Nachtruhe stören könnte.

Weiter gehts in Richtung Osten nach Yazd. Wir finden einen guten Parkplatz im Zentrum und können von dort alle Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß erreichen. Die Stadt ist 5000 Jahre alt und die historische Altstadt besteht fast ausschließlich aus Lehmhäusern von deren Dächern man einen herrlichen Blick auf die Kuppeln der Moscheen und auf die Windtürme hat. Diese dienen als Klimaanlage und fangen jeden Lufthauch ein. Im Inneren kühlt die Luft dann merklich ab bevor sie in die Häuser geleitet wird.

Nicht zu übersehen ist am Eingang zur Altstadt die Jame Moschee mit ihrer prächtigen Kuppel und dem Doppelminarett. Wir bummeln durch die malerischen Gassen und genießen orientalisches Flair wie aus Tausend und einer Nacht. Immer wieder haben wir nette Begegnungen mit Einheimischen und müssen für ein Selfie posieren. Karins Geburtstag feiern wir auf einer der vielen Dachterrassen mit Granatapfel Cocktail und im Silk Road Hotel, das praktisch jeder Yazd Traveller kennt, gibt es am Abend ein leckeres und reichhaltiges Buffet.

Etwas außerhalb ist der Zoroastrier-Tempel in einem kleinen Park. Die Glaubensgemeinschaft folgt den religiös-ethischen Hauptprinzipien: gute Gedanken, gute Worte, gute Taten. Im Innenraum brennt das ewige Feuer, das der Überlieferung nach 430 n. Ch. nach Yazd gebracht wurde und seitdem ununterbrochen brennt. Also sprach Zarathustra….

Am nächsten Tag besuchen wir das Wassermuseum. Yazd ist berühmt für seine unterirdischen Wasserläufe die bereits vor 2000 Jahren angelegt wurden und das Wasser aus den Bergen über mehr als 60 Kilometer in die Stadt leiteten. Die Haushalte konnten dann das Wasser kaufen was mit einem Wasserzähler gemessen wurde. Dies ist im Prinzip eine Schüssel mit einem Loch im Boden die dann in ca. 15-20 Minuten vollläuft. In dieser Zeit konnte dann der Wasseranteil entnommen werden.

Am Abend gehen wir ins „Fitness Studio“, oder in Iranisch Zurkhaneh. Hier kann man bei den traditionellen Kraftübungen zuschauen die einer vorgegebenen Choreografie folgen die sich dem Westeuropäer nicht so ganz erschließt. Wie auch immer, die Jungs jeden Alters sind außergewöhnlich fit. Nach einer guten halben Stunden Aufwärmtraining mit jeder Menge Liegestützen geht es weiter mit richtig schweren Holzkeulen und Eisengestellen mit Rasseln. 

In Yazd ist es auch relativ einfach das Visa um weitere 30 Tage verlängern zu lassen. In der Tat ist der Beamte sehr freundlich. Während Elke die drei Männer in der Amtsstube in Farsi unterhält, die ihr mit leuchtenden Augen zuhören und viele Fragen über Deutschland und die Familie stellen, haben wir nach einer Stunde unsere Visa für weitere 30 Tage in den Händen. 

Nun geht es weiter nach Süden bis Abarkuh. Dort steht eine 4000 Jahre alte Zypresse und die Reste einer Festungsanlage die wir uns beide anschauen. Noch besser ist der Übernachtungsplatz am Mausoleum von Prophet Ali oberhalb der Stadt mit einem tollen Blick ins Tal und dazu passend einem Vollmond wie gemalt. 

Auf unserem Weg liegt Pasargardae, einer der geschichtsträchtigsten Orte im gesamten iranischen Hochland. Von hier aus nahm das persische Weltreich 550 v. Ch. unter König Kyros II. seinen Anfang. Die Anlage hat wirklich riesige Ausmaße und man sollte sich besser mit einem der Elektrobusse rumfahren lassen. Ansonsten dauert das Ablaufen der verschiedenen Stätten einige Stunden. Unterm Strich ist das Ganze aber mehr für archäologisch Interessierte und wenig spektakulär. 

Da sind die Felsengräber von Naqsch-e Rostam schon was ganz anders. Auch wenn man glaubt vor dem Eintrittshäuschen bereits alles gesehen zu haben, und sich somit den Eintritt spart, sollte man die 4 Euro investieren. Der Eindruck, wenn man direkt vor den über 50 Meter hohen Felsgräbern steht, ist aus der Nähe einfach überwältigend. Hier fanden die achämenidischen Herrscher vor 2500 Jahren ihre letzte Ruhestätte. Am besten ist der Besuch am Vormittag, wenn die Sonne alles in ein weiches Licht taucht. 

Nur fünf Kilometer weiter liegt Persepolis, eine der bedeutendsten und sehenswertesten archäologischen Stätten die das Land zu bieten hat. 1972 hat der Schah hier noch die 2500 Jahrfeier der persischen Monarchie mit Staatsgästen aus aller Welt gefeiert.  520 v. Ch. von Darius I. gegründet löste es in der Folge Pasargardae als Königsresidenz ab. Nachdem man die Stufen zur Terrasse hinaufgegangen ist betritt man die Anlage durch das mächtige „Tor aller Länder“ das von steinernen Stierköpfen bewacht wird. Obwohl nach der Eroberung von Alexander dem Großen 320v. Ch. weite Teile des Palastes verwüstet wurden, ist vieles noch sehr gut erhalten und zum Teil restauriert worden. Wir spazieren mehrere Stunden herum und sind begeistert von den Relikten der Vergangenheit und den zum Teil sehr gut erhaltenen Reliefdarstellungen. Einen guten Überblick von der Größe der Anlage hat man von der Anhöhe wo sich das Felsengrab befindet. Hier treffen wir auch Heike & Bernd wieder, unsere Reisebekannten seit 2013 mit denen wir auf diversen Kontinenten immer mal wieder ein Stück zusammenfahren.

Nach so viel Geschichte des Altertums steht nun mal wieder eine Großstadt auf dem Programm. Jeder Weinkenner kennt sicher die Shiraz Traube die in der Umgebung der Stadt in ausgedehnten Weingärten angebaut wurde und im ganzen Land bekannt war. Seit der Revolution 1979 ist die Herstellung von Wein allerdings verboten und der Liebhaber muss auf Shiraz Weine aus Australien, oder Südafrika zurückgreifen, und sie außerhalb des Irans trinken.

Shiraz hat 1,5 Millionen Einwohner und beherbergt auch eine große jüdische Gemeinde die hier schon seit Jahrhunderten ansässig ist. Und es ist die Stadt der Poesie denn hier liegen die großen iranischen Dichter Hafis und Saadi begraben. Von Hafis ließ sich sogar Goethe zu dem Gedicht „Der west-östliche Diwan“ inspirieren.

Wir stellen uns auf den Parkplatz eines Hotels am Stadtrand der fast wie ein kleiner Campingplatz eingerichtet ist. Mit dem Taxi geht es ins Zentrum und wir stürzen uns in das Getümmel des riesigen Bazars. Als erstes fällt uns auf, dass das Publikum irgendwie anders ist als wir es von den bisherigen Städten gewohnt sind. Wir sehen viele Afghanen und auch Iraker die während des Krieges gegen den Irak hierher geflüchtet sind. Einige sind sogar völlig verschleiert, oder tragen eine lederne Gesichtsmaske. Das tut der Gastfreundschaft und Freundlichkeit der Menschen natürlich keinen Abbruch, aber wir sehen auch viele Leute die ihr Essen in Papierkörben suchen und wir werden auch des Öfteren angebettelt. Das kannten wir bisher nicht aus dem Iran.

Wir besuchen ein Badehaus neben der Vakil Moschee das als Museum eingerichtet ist und nach Einbruch der Dunkelheit gehen wir zum Mausoleum von Shah Cheraq. Der Eingang ist wie immer für Frauen und Männer getrennt und die Frauen müssen sich mal wieder mit einem Tschador komplett verhüllen. Wir bekommen einen kostenlosen englischsprachigen Führer der uns überall rumführt. Von außen sieht man nur einen relativ kleinen und unscheinbaren Torbogen. Wenn man diesen dann durchschritten hat tut sich ein riesiges Areal mit zwei Innenhöfen von der Größe eines Fußballfeldes vor einem auf. Der Schrein selbst ist in einem extra Gebäude und innen glitzert und funkelt es von dem Licht hunderter Kristallleuchten und Spiegel. 

Am nächsten Tag ist mal wieder einer der vielen Feiertage im Iran und es geht überall etwas gemächlicher zu, da auch der Bazar geschlossen ist. Wir besichtigen die Molk Moschee mit ihren Buntglasfenstern, die Pilgerstätte Seyed-Aladin-Hoseyn und dann schauen wir uns nochmal das Mausoleum von Shah Cheraq im Tageslicht an. Am Abend geht es dann noch zum Hafis Grabmal, das in einem schönen gepflegten Garten steht. 

Bei der Rückfahrt ins Hotel wundern wir uns über den Taxifahrer der plötzlich 50% mehr Geld haben will und erfahren dabei, dass über Nacht der Benzinpreis verdreifacht und pro Fahrzeug auf 60 Liter pro Monat rationiert wurde. Die Stimmung ist nicht gut und in einigen Städten kommt es zu gewalttätigen Ausschreitungen. Manfreds Schwester Elke verabschiedet sich nach 11 Tagen Abenteuerurlaub mit MOMO und besucht noch für einige Tage die Verwandten in Teheran bevor es wieder nach Hause geht. Schön war’s. Möge Deine Hand niemals schmerzen.

Wir verlassen die Stadt und sehen kilometerlange Autoschlangen an den wenigen offenen Tankstellen die dazu noch von der Polizei bewacht werden. Wir sind unsicher wie sich das Ganze entwickelt und haben uns daher entschlossen zügig das Land zu verlassen. Gott sei Dank ist unser Tank voll und das reicht auf jeden Fall aus bis zur Grenze. Es herrscht Dauerregen und wir stellen uns zwei Tage ins Nirgendwo in der Hoffnung, dass es aufhört. Tut es aber nicht, und als wir am Morgen wegfahren wollen stecken wir im Schlamm fest. Aber mit Schaufel und Sandblechen sind wir zum Glück in einer halben Stunde draußen.

Auf der Fahrt zur Fähre nach Bandar Abbas sehen wir die Reste von Straßensperren und erfahren wenig später, dass das komplette Internet im Iran stillgelegt wurde um nichts von den Unruhen nach außen dringen zu lassen. Nun wissen wir auch warum seit Isfahan unser Internet nicht mehr geht.

Vor Bandar Abbas übernachten wir an einem Spielplatz und haben eine sehr nette Begegnung mit acht Frauen und ihren Kindern die dort picknicken. Leider ist die Verständigung schwierig und wir vermissen Elke als Übersetzerin. Aber mit Zeichensprache und ein paar Brocken Englisch reicht es auf jeden Fall für ein paar nette Fotos und eine MOMO Hausbesichtigung. In Bandar Abbas besuchen wir noch den Fischmarkt und den Bazar und erleben dabei einen Sonnenuntergang der aussieht, als würde im Hafen ein Öltanker brennen. Die Menschen hier unterscheiden sich deutlich von denen im Landesinnern. Viele sind arabischer Abstammung und man sieht auch viele dunkelhäutige als Nachkommen als afrikanischer Seefahrer. Die arabischen Frauen tragen zum Teil eine Maske die das Gesicht komplett verdeckt und gerade mal einen kleinen Schlitz für die Augen lässt. Das wirkt auf uns doch sehr befremdlich. Viel mehr gibt es in der Stadt nicht zu sehen und wir bereiten uns ansonsten auf die Verschiffung vor. 

Fazit Iran

In Bandar Abbas endet unsere Reise durch den Iran. Es waren fünf sehr schöne Wochen und wir haben eine unglaubliche Gastfreundschaft erlebt die wir so noch nirgends auf der Welt erfahren haben. Abends gehen wir in der Stadt nochmal Fisch essen und als wir aus dem Lokal kommen gibt uns ein Paar, einfach so, eine Tüte Pistazien, „Welcome to Iran“. Die haben extra draußen gewartet bis wir rauskamen. Unglaublich, und das ist nur ein kleines Beispiel von vielen anderen. „Come to my house, do you need help, what can I do for you” usw, sind ständige Begleiter bei einer individuellen Reise durch den Iran. Vergessen sollte man nicht, dass zwischen den vielen Highlights auch einige tausend Kilometer an Strecke zurückgelegt werden müssen, schließlich ist Iran gut viermal so groß wie Deutschland. Der November war für uns ein toller Reisemonat mit viel Sonne und meistens um 25 Grad. Von Temperaturen jenseits der 40 Grad Marke wurden wir Gott sei Dank verschont sonst hätte Karin ihr Kopftuch voraussichtlich am zweiten Tag in die hinterste Schrankecke verbannt und wäre gleich nach Dubai geflogen. Die Lebenshaltungskosten sind extrem niedrig und dazu kommt ein Dieselpreis von 5 Cent was das Tanken zu einem reinen Vergnügen macht. Übernachtungskosten fallen praktisch keine an. Hinstellen kann man sich fast überall. Campingplätze gibt es nicht, dafür nette Parks wo die Einheimischen gerne zum Picknicken hingehen und wo man sehr schöne Begegnungen haben kann. Iran, jederzeit wieder, denn es gibt noch viel zu entdecken. 

Für uns geht es nun weiter in die Vereinigten Arabischen Emirate und in den Oman. Was wir dort erleben erfahrt ihr dann wie immer im nächsten Blog. Bis dahin viel Spaß beim Lesen und Bilder anschauen. 

Und hier noch einige Schnappschüsse

Unsere Route im Iran

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Kommentare: 10
  • #1

    Susanne Schilling (Mittwoch, 27 November 2019 10:43)

    Hallo Manfred und Karin,
    Seit Elke in der Rheinpfalz von euch berichtet hat, verfolge ich euren Blog. Umso schöner, sie im Iran bei euch zu sehen. Wieder tolle Bilder und Berichte, freue mich immer, von euch zu hören.
    Liebe Grüße
    Susanne aus Überlingen

  • #2

    Jindra (Mittwoch, 27 November 2019 10:52)

    Hallo Karin, hallo Manfred!
    Mir fehlen die Worte! Einfach nur ein sagenhaftes Erlebnis.
    Selbst als Reportage habe ich alles "aufgesaugt". Iran ist ein faszinierendes Land. Es ist nicht lange her, eine Reportage lief, glaube ich auf Phoenix. Und über "die komischen Kraftübungen" wurde auch berichtet:)! Schade nur für die politische Situation...
    Weiterhin gute Fahrt!
    VG aus dem kalten und nassen DE, Jindra

  • #3

    Marion Kabbe (Mittwoch, 27 November 2019 11:42)

    Wunderbarer Bericht und eindrucksvolle Bilder... wieder bin ich total begeistert

  • #4

    Lorenz (Mittwoch, 27 November 2019 13:01)

    Hallo Karin, Hallo Manfred!
    Verfolge Eure Reisen fast von Anfang an. Bin also ein sehr treuer Fan von Euch.
    Ihr habt immer wunderschöne Berichte und tolle Fotos, freue mich jedes mal wenn ein neuer Bericht von Euch da ist.
    Der Iran ist wunderschön, schade das die Politik alles kaputt macht.
    Bei Euch kann man so super in der Welt mitfahren, herrlich.
    Macht weiter so, wünsche Euch noch viel Spass und bleibt gesund.
    Grüße aus der schönen Pfalz, Lorenz

  • #5

    Franz (Ban Pattaya) (Mittwoch, 27 November 2019 14:16)

    Wirklich faszinierend, wieviele unterschiedliche Welten es doch auf dieser Erde gibt! Überall gibt's nette Leute und doch gibt es immer wieder Kriege. Das verstehe wer will, aber einleuchtend ist es nicht!

  • #6

    willi dumhard gruene-minna-auf-weltreise.de (Mittwoch, 27 November 2019 17:08)

    hallo Ihr Beiden, so habe ich auch die Gastfreundschaft im Iran kennengelernt. Hoffentlich klappt alles bei der Überfahrt. Bitte dokumentiert das ausführlich, könnte namlich sein, dass ich 2022 darauf zurückgreife.

  • #7

    Lisbeth & Leo Knech (Donnerstag, 28 November 2019 17:14)

    Hallo Karin & Manfred
    Super Bericht bespickt mit tollen Fotos. Ja dieses Land muss ja schon super sein. Schade, dass die Politik vieles erschwert. Danke, dass wir teilhaben
    dürfen an euren Erlebnissen. Sind schon gespannt was ihr im nächsten Bericht erzählt.
    Gute Weiterfahrt und bleibt gesund.

  • #8

    Christiane (Donnerstag, 28 November 2019 23:14)

    Spannend Eure Reise!
    In diese Regionen der Welt würde ich mich nicht vorwagen aber ihr macht sie sehr schmackhaft mit Euren tollen Reiseberichten und Fotos.
    Geniesst weiterhin noch viele spannende Begegnungen, Städte und Landschaften und bleibt gesund und heil (MOMO :-)
    VLG

  • #9

    Whereismap.net (Sonntag, 01 Dezember 2019 19:05)

    Ihre Reisen und Ihr Lebensstil sind ausgezeichnet. Wenn ich eines Tages Geld habe, möchte ich reisen. Ich folge dir immer Du hast eine tolle Webseite. Vielen Dank.

  • #10

    Margit (Mittwoch, 04 Dezember 2019 21:19)

    Hi Ihr Zwei,
    auch wir sind wieder zurück von unserer Reise mit tollen Eindrücken und Natur pur Erlebnissen.
    Nun lesen wir wieder gespannt euren Block und genießen die Fotos.
    Liebe Grüße Margit

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